Die Nerdler Keiler online

Thüringerwald 2009

Auf in den Thüringer Wald an den Saalestrand:
Am 29. Mai 2009 starteten wir Keiler auf in den Thüringer Wald, Saalfeld an der Saale war das Ziel, genaugenommen Unterwellenborn - Bucha. Um 09.00 Uhr war das Treffen an Alis Garage angesetzt. Dieses Jahr fuhren wir mit 6 Keilern, leider mußte Tommi kurzfristig absagen wegen eines Krankheitsfalls und Hummes hatte noch mit den Nachwehen der Kommunion zu kämpfen. Also trafen sich Rolle, Ali, Lori und Wolli pünktlichst am Treffpunkt. Da Alten noch Frühschicht hatte kam er am Mittag mit Mättes hinterhergekeilt. 
Also starteten 4 Keiler über die A48 nach Neuwied die Tour 2009. In Neuwied gings dann ab über Bendorf in den Westerwald Richtung Herborn, 70 Km Autobahn waren genug, außerdem war ein Treffen mit den Nachzüglern in Alsfeld oder Lauterbach geplant. Also Bendorf rechts hoch über die B-414 und B-255 nach Herborn bei strahlendem Sonnenschein. In Herborn fanden wir dann ein einladendes Schild - Grillteller 5,50 Euro. Also rechts ran, gemütlich Essen und mal mit Mättes telefonieren, wo wir uns treffen könnten. Wir entschieden uns für Lauterbach, das hieß für die 4 Vorfahrer trödeln, Kurven genießen und den Reifen rund fahren.  Also weiter Richtung Marburg, dann Ebersdorfergrund unter der A5 durch nach Grünberg - Laubach weiter nach Schotten und dann Richtung Lauterbach. Eine sehr schöne, kurvige Strecke, die wir sehr genossen. Bei einer Zigarettenpause stellten wir fest, die Nachzügler sind immer noch zu weit weg. Also weiter Landstraße Richtung Fulda bis zum nächsten versuchten Treffpunkt Schmalkalden. Beim Tankstop erfuhren wir dann, dass die Nachzügler an uns vorbeigefahren waren und in Oberhof die Sonne genossen. Dort sollte dann auch die Zusammenkunft klappen, also blieben Alten und Mättes dort und wir anderen vier keilten Richtung Oberhof über Springstille und Steinbach -Hallenberg. Dort wurden wir nett begrüßt von einen Riesenplakat der Biathlon-Weltmeisterin Kati Wilhelm. Allerdings erfuhren dort auch zum ersten Mal, was uns in den folgenden Tagen weiterhin erwartet. Umleitungen wegen Straßenarbeiten und

viele roten Ampeln. Nun gut, das Zusammentreffen hatte geklappt, also fuhren wir dann über Ilmenau Richtung Saalfeld zu unserem Stausee. Leider gab hier noch ein paar kleine Komplikationen, denn die Ausschilderung ist nicht gerade Bikerfreundlich. So kamen wir gegen 20.30 Uhr nach gemütlicher Fahrt und 530 km an. Die Ferienhäuser waren Holzhäuser, ein wenig eng war es, aber sie erfühlten mit einer schönen Aussicht absolut ihren Zweck.

TAG 2, ZDF - ab ins Erzgebirge -Tschechien
Wer jetzt denkst die Keiler waren im Fernsehen, der täuscht sich. ZDF wird gleich noch weiter erklärt. Nach einem guten Frühstück starteten wir unsere Tagestour Richtung Hof. Von unserem Hotel am Stausee umfuhren wir diesen über die Talsperre Hohenwarte nach Liebschütz.

Schöne Nebenstraßen finden lautete das Motto für unseren Vorfahrer und er bemühte sich. Kurven zu finden war kein Problem aber der Straßenbelag ließ sehr zu wünschen übrig. Wir fuhren Remptendorf rechts ab über Saalburg nach Tanna. Weiter kurz durch Hof durch, neu orientieren, weiter Richtung Regnitzlosau - Tiefenbrunn und dann über die Grenze. Nachdem der ein oder andere schon auf Reserve schalten mußte war es ein glücklicher Zufall, dass direkt hinter der Grenze eine große Tankstelle war. Und nun zu ZDF, also Zigaretten kaufen (27 Euro die Stange) voll-Danken (1,02 Euro der Liter). Fehlt nur noch F, für uns Keiler war klar, dass wir das F zweckentfremden und Fressen damit meinen. Wir fuhren eine kurze Strecke durch Tschechien und dann wieder zurück nach Bad Elster. Dort fanden wir einen schönen Landgasthof zum Mittagessen. Dann fuhren wir wieder rüber nach Tschechien über eine Nebenstraße durch Skalna weiter durch Luby nach Kraslice. Der Straßenbelag dort war von der übelsten Sorte und belastete unsere Federbeine und Bandscheiben sehr. Von den Kurven ist diese Strecke absolut zu empfehlen. Vom Belag kann man aber nur sagen, umfahrt diese Route bloß weiträumig. Klingenthal war das nächste Ziel. Es nieselte leicht und wir hatten noch eine große Strecke vor uns also

Regenkombi an. Die Wolken wurden immer dunkler, so dass wir beschlossen, auf nach Hause. Von Klingenthal gings über Falkenstein, Auerbach vorbei an der Talsperre Pöhl, Limbach und Greiz durch. Dann Zeulenrode, ein kleiner Umweg über Auma nach Schleiz. Das Wetter wurde wieder besser, so fuhren wir über Eßbach wieder um den See rum zur Hohenwarte Talsperre. Dort angekommen stellen wir fest, dass auf so einer Tour die Ernährung doch sehr einseitig ist.

Aber egal, die Thüringer Bratwurst schmeckte sehr gut. Nach 351 km waren wir dann an unseren Häusern wieder angekommen und fachsimpelten beim Bier über die Straßenverhältnisse.  

Tag 3 - wünscht euch  was:
Guten morgen Schatzi, guten morgen Süßer, so begann Tag drei in Ferienhaus Nummer 5. Jetzt kann jeder denken was er will, dass bleibt ein Insider. 
Ein kurzer Blick zum Himmel, wolkig aber trocken. Nachdem Rolle sagte, ich verspreche euch es bleibt trocken, wurde beschlossen, jeder hat einen Wunsch frei bei Rolle. Der erste Wunsch, schöne Straßen mit Kurven. Kurzer Blick auf die Karte, Motoren an und ab. Kaulsdorf, Probstzella, Gräfenthal, Neuhaus. Dann nach Alsbach, Massethal und am Masserberg den Einstieg hoch zum Rennsteig. Schöne Straßenbeläge, sehr sehr schöne Kurven und eine wunderbare Landschaft. Der erste Wunsch war also erfüllt. Der zweite Wunsch war "Ich hab Hunger". Auf dem Weg den Rennsteig entlag nach Gräfenroda liegt eine kleine Zwischenstation Namens Schmücke, dort sollte unsere einseitige Ernährung weitergehn.

Dort gibt es die beste Thüringer, welche wir auf dieser Tour gefunden haben. Auch Steaks und Laugenbrezel wurden von den Keilern vertilgt. Zweiter Wunsch erfüllt. Der dritten Wunsch lautete "Rolle ich würd mal gern einen Tunnel fahren und ein wenig "spielen". Kein Problem, also weiter nach Gräfenroda und dann 8 km durch den Rennsteigtunnel durch wo der ein oder andere Keiler seinen Spieltrieb mit seinem Auspuff mehr als befriedigen konnte. Abfahrt Zella-Mehlis raus und ne Zigarette genießen. Dort wurde der nächste Wunsch geäußert, "ne Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen". Ok, nichts leichter als das. Aber zuerst noch einen kleinen Abstecher, denn Wunsch eins stand ja für den ganzen Tag. Struth-Helmersdorf wurde angefahren, dann Schmalkalden, Breitenbach, Schwarza nach Kühndorf. Dort 4 km Einbahnstraße hoch zum Berggasthof "Charlottenhaus". Neben einer schöner Aussicht wurden wir dort von Rittern begrüßt, welche ihre Kämpfe zu Schwerte übten. Und es gab leckeren Kuchen mit einer guten Tasse Kaffee sowie ein schöner Eisbecher für unseren Junior. Vierter Wunsch erfüllt.
Dann der nächste Wunsch, Rolle ich will n Bier lass uns heimfahren. Ein Blick zu  Wolli, "och fahr ruhig noch ein paar Kurven". Der erste Wunsch stand also immer noch und so fuhren wir ein paar wunderschöne Nebenstraßen Richtung Heimat. Richtung Meiningen, links ab nach Dillstädt rechts ab Marisfeld und Themar. Dort dem Straßenverlauf folgen nach Bischofsrod, rechts Richtung Suhl. Suhl nach Schmiedefeld. Stürtzerbach nach Ilmenau. Pennewitz rechts ab Mellenbach-Glasbach. Sitzendorf nochmal rechts weg über Wittgendorf, die B-281 kurz Richtung Saalfeld dann wieder rechts nach  Kleingeschwenda. Marktgörlitz auf die B85 nach Kaulsdorf wieder Richtung Ferienwohnung. Der letzte Wunsch war erfüllt. Bier vom Fass, welches nach 367 km auch verdient war.

Tag 4, der Heimweg und Rolle(n)tauscht:
Nun sollte sie schon wieder zuende gehn. Unsere Tour 2009. Nachdem Alten sich ein Navi besorgt hatte, wurde beschlossen, zieh dir die gelbe Weste an, gib Marburg ein und fahr vor. Leider spielte das Navi aufgrund von Umleitungen zuerst verrückt, so dass wir für die ersten 40 km bis zur Autobahn doch jede Menge Zeit benötigten. Aber das Navi fand auch schöne kurvige Strecken. Ab der Autobahn ist die Rückreise relativ schnell erzählt. Alsfeld abfahren, Mittagspause mit sehr gutem Essen, Richtung Marburg und dann die B255 nach Montabauer, A48 Richtung Heimat. Auf einmal aber, 20 km vor der Heimat in Laubach, kam was kommen mußte, der schon traditionelle technische Stop. Lori hatte sich einen schleichenden Plattfuß gefahren.

Also Reifen voll Luft machen, nach Ulmen an die nächste Tanke, Reifen wieder auffüllen und dann endlich nachhause zu unseren Frauen Kindern und Steaks. Nach dem ersten schönen kühlen Bier wurde die Tour dann nochmal Revue passieren gelassen. Alles in allem legten wir 1708 km in den 4 Tagen zurück.
Das wars von unserer Tour 2009. 2010 gehts wahrscheinlich wieder nach Sassbach in die Vogesen und den Schwarzwald. 
Als Fazit bleibt zu sagen, eine tolle Tour 2009, es wurde wieder viel gelacht, wir haben das Gebräu namens Totenfelsen kennengelernt und selbst eine Magendarmgrippe konnte die Stimmung der Keiler nicht verderben.

DIE NERDLER KEILER.