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Sassbach 2006

15. Juni, Schwierigkeiten beim Start in die Vogesen:
Die große Motorradtour im Jahr 2006 führte uns vom 15. bis 18. Juni nach Sasbach, direkt am Rhein zur Französischen Grenze im Schwarzwald gelegen. Wir trafen uns vollbeladen um 10.00 Uhr bei Ali an der Garage. Bei leichtem Nieselregen machten wir uns über die A1-A48 Richtung Saarbrücken auf den Weg. Zwar änderte sich das Wetter sehr schnell und die Sonne ließ uns schwitzen, aber die Laune sollte ein wenig gedämpft werden. Bei Idar-Oberstein verließen wir die Autobahn und fuhren die Landstraße B10 bis Landau. Leider stellte sich zu diesem Zeitpunkt schon herraus, dass die Tour für Ali teurer werden würde als erwartet. Sein Motorrad verbrauchte über 10 l pro 100 Km und stieß auch jede Menge Rauch und unverbrannten Sprit aus, welcher Rolles Visier traf. Bei Karlsruhe wechselten wir auf die A-5 und fuhren Richtung Süden. Bei Baden Baden hatten wir keine Lust mehr auf Autobahn und fuhren über die Landstraße auf der franzsösischen Seite weiter. Leider wurde die Panne an Alis Motorrad immer schlimmer, so dass wir uns auf direktem Wege Richtung Sasbach machten und die auftauchenden Vogesen warten lassen mußten. Als wir in Sasbach ankamen wurden wir sehr nett in der Bürgerstube begrüßt und konnten uns über ein super Abendessen freuen.

16. Juni, ohne Ali zum Col de la Schlucht:
Bei strahlendem Sonnenschein und Wetter das zum Schwitzen einlud haben wir auf der Terasse der Bürgerstube ein tolles Frühstück genossen und planten die Tagestour mal "grobe Kelle". Leider war der Tag für Ali schon gelaufen, als er zur Werkstatt im Nachbarort fahren mußte. So machte sich der Rest auf Richtung Selestat und nach dem Tanken suchten wir den Einstieg in die Vogesen. Der erste Berg war der Col du Kreuzweg. Schöne Straßen, schöne Kurven, so sollte sich die ganze Tour in den Vogesen darstellen. Über den Col du Ribeauville ging es hoch zum Col du Bonhomme, wo wir zu Mittag gegessen haben. Da jeder von uns super Französisch spricht beschränkte sich das Mittagessen auf Omlett und Hackfleisch. Nun sollte das Tageshighlight folgen der Col de la Schlucht. Wir suchten uns die schönste Route hoch zum Col aus und fuhren ihn von Munster aus an. Oben angekommen stoppten wir wieder kurz und genossen die Super Aussicht. 

Danach ging es weiter Richtung le Hohneck und weiter Richtung Colmar. Dort beschlossen wir nach Deutschland zurückzukehren und mal nach Ali zu schauen. Zum glück stellte sich herraus, dass nichts ernsthaftes kaputt war an der Kawa. Also fuhren wir zu einem Imbiss mit Großbildfernseher schauten begeistert Argentinien beim 6-0 Sieg zu. Zurück in Sasbach ging es zum gemütlichen Teil mit Super Abendessen und kühlen Getränken über. Die Streckenlänge betrug heute ungefähr 300 Km.

17. Juni, vollzählig auf zum Ballon:
Und wieder zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und so starteten wir nach einem erneut reichhaltigem Frühstück nach Selestat zum Tanken. Über Ribeauville und Riquewihr ging es nach Kayserberg den Col du Bonnehomme von einer anderen Seite hoch. Dann ging es den Col de la Schlucht runter und wir fuhren Richtung Metzeral den Col d`Hahnenbrunnen hoch. Von dort aus ging es weiter zum Grande Ballon. Neben einigen Fahrradfahrern, welche Mättes zum "gemeinsamen Duschen" anregten waren die Strecken sehr gut zu befahren. Mättes Anregung hätte ihn fast sein Visier gekostet sowie einige Beulen im Helm. Über Cernay und Thann fuhren wir den Col du Ballon hoch. Dort fuhren wir dann die Route de la Crete entlagen und stoppten am Lac Noire zum Rauchen. Über Colmar ging es dann zurück nach Sasbach. Dort stärkten wir uns nach ca 400 km mit Steaks. Der eine bekam ein großes der andere ein übergroßes was Mättes zum diskutieren mit dem Koch inspirierte, welcher schließlich nachgab und eine Runde Willis spendierte.

18. Juni, alles hat ein Ende:
Die Heimreise stand an. Immer noch bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns von Sasbach und fuhren Autobahn auf Französischer Seite Richtung Landau. Von dort über die B-10 Richtung Heimat. Zuhause angekommen erwarteten uns unsere Frauen bereits mit kühlem Bier und Steaks.