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MF-NERDLER KEILER |
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Die Alpen riefen und wir fuhren sie vom 4. bis 8 Juni besuchen:
Autobahn keilen hieß das erste Motto und so begaben wir uns über die A48 Richtung Koblenz auf die A61 bis zum Dreieck Hockenheim. In Rheinböllen erfolgte der erste kurze Tankstop. Weiter gings über die A5 und die A8 bis zur Mittagspause am Rastplatz Pforzheim. Sehr leckeres und ausgiebiges Essen gibt es dort. Da wir sehr gut in der Zeit lagen, beschlossen wir, bei strahlendem Sonnenschein, die Tour zu ändern und nicht nur Autobahn zu fahren, sondern über die A7 ab Kempten Richtung Sonthofen und dann übers Oberjoch zu fahren. Es kam wie kommen mußte und unser bester Freund der nächsten Tage machte unsere Bekanntschaft. Der Regenkombi. "Wir müssen uns ja mal dran gewöhnen" waren Wollis Worte auf dem Oberjoch und so ging es weiter durch das schöne Namlostal, Berwang hin zum Fernpass. Direkt hinter dem Fernpass lag dann auch schon unsere Resisdenz, das Hotel Seeblick Nassereith. Sehr schön gelegen an einem kleinen See umrandet von den Alpen. Nachdem jeder sein Zimmer und seinen Zimmernachbarn hatte kühlten wir uns bei einem Bier ab und ließen die Anreise Revue passieren. Donnerstag 5. Juni: Tag 2 - Pillerhöhe SAMNAUN Stilferjoch, und Nebel ohne Ende:
Nach der Zigarettenpause fuhren wir weiter Richtung Nauders und dann rechts ab nach Samnaun. Eine wunderschöne Strecke mit schönen Kurven und gut ausgebaut. In Samnaun hieß es dann Tank vollmachen, Topcases auf. Sprit für 1.03 Euro Stange Zigaretten für 27 Euro, es lebe die Zollfreie Zohne. Unser Nesthäkchen Alten schwärmt immer noch von Samnaun. Leider sollte dies das Tageshighlight bleiben was das fahren angeht, denn weiter über Reschenpass Richtung Stilfserjoch wurde das Wetter schlechter. Hinter Mals rechts ab Richtung Prad, wo wir unseren neuen besten Freund wieder bemühen mußten, der Regenkombi erlebte erneut seinen Einsatz. Aber egal, wir wollten hoch.
Nachdem wir ungefähr 30 Kehren hinter uns hatten, geschätzt bei 1800 Metern Höhe, setzte der Nebel ein, man sah die nächste Kurve erst, nachdem man sie schon fast befahren hatte, wirklich schlechte Bedingungen bescherrte uns der Wettergott. Oben angekommen regnete es aus allen Kübeln, aber eins mußte sein, die zur Tradition gewordene Bratwurst auf den Touren, schließlich waren wir auf 2760 Metern und ein einsamer Verkäufer wollte ja auch seinen Tagelohn verdienen. Bei 5 Euro pro Bratwurst ein recht guter Verdienst wie wir schätzten.
Eigentlich wollten wir noch über die Schweiz den Ofenpass und CoKg befahren, aber nach einigen Gesprächen mit anderen Motorradfahrern die das Stilfserjoch von der anderen Seite befahren hatten, wollten wir da doch nicht mehr hin, denn das Wetter sollte dort noch schlechter sein. Noch ein Wort zur Strecke zum Stilfserjoch hoch. GEIL, wenn mann nur mehr gesehen hätte!
Freitag 6. Juni Tag 3 - 4 Jahreszeiten an einem Tag:
Zurück am Hotel hieß das Motto, Klamotten an, Regenkombi verpackt und los gehts. Süden sieht schlecht aus, Norden auch, Osten auch, ok wir fahren Richtung Westen, durchs Namlostal weiter Richtung Steeg das Lechtal durch. Stop fast hätte ich unseren taktischen Stop vergessen. Ca 10 km hinter unserem Hotel entschieden wir uns, dass es trockener bleibt, wenn unser guter Freund uns wieder beschützt, also an mit dem Regenkombi. Aber dass sollte erst der Anfang der Wetterkapriolen sein. In Steeg angekommen gings links hoch Richtung Kaisers, bei fast sommerlichem Wetter mit Sonnenschein. Hm, Regenkombi aus? lautete die Frage. Wir ließen ihn an, und das war gut so. Von Kaisers aus fuhren wir Richtung Lech, der Flexenpass sollte als überfahren werden. Schnell noch in Lech lecker Essen, kurz vorm Ortsausgang fanden wir eine Super Imbissbude! Weltklasse Fleischkäse, super Bratwürstchen und sehr guter Kaffee. Ach ja, das Wetter hatte sich schon wieder gedreht. Nieselregen war aktuell. Nach der Stärkung fuhren wir über den Flexenpass. Fuhren ist vielleicht der falsche Ausdruck, schleichen stimmt wohl eher. Es war nebliger als auf dem Stilfserjochs, man sah die Hand vor Augen nicht mehr. Egal, weiter Richtung Arlbergpass, Ali wollte St. Anton mal sehn. Aber zuerst ein taktischer halt, Alten und Mattes verpassten an einer Ampel den Anschluss. Die Baustellenampeln in Österreich haben ein Intervall von ca 15 Minuten, dass reicht locker für eine Zigarette. Bei diesem Stop kam dann folgendes Foto zu stande:
Als alle entleert und wieder zusammen waren fuhren wir weiter, mal ein Berg mal ein Tunnel. Mal Nebel, mal Regen, dann trockene Straße, wieder Regen. Alle 4 Jahreszeiten in ca 60 Minuten. Eigentlich wollten wir noch ins Kaunertal, aber in Landeck gaben wir entnervt auf. Zurück im Hotel wartete der Engel mit dem rettenden Bier. Danke Herbert. Und die Stimmung war immer noch gut. Samstag 7. Juni Tag 4 - Kulturfahrt statt Berge:
Der Wettergott hatte ein einsehen, kein Regen mehr, aber auch nix wirklich warmes. Weiter gings Richtung Murnau, dort verließ uns dann auch noch der Technikgott und wir mußten einen 2 stündigen technischen Halt machen. Nachdem alle Probleme behoben waren freuten wir uns auf Kochel am See und die Bergstraße zum Walchensee. Jetzt verließ uns auch noch der Straßengott, Bergstraße für Motorradfahrer am Wochenende gesperrt. Leicht genervt machten wir uns über einen Umweg über Bad Tölz auf Richtung Österreich. Die Grenze passierten wir, nachdem wir eine kleine 3 Euro teure Mautstraße hinter uns gelassen hatten bei Scharnitz. Dort direkt hinter der Grenze befindet sich ein kleiner Motorrad Klassik Laden mit dem einen oder anderen Liebhaberstück in seinem Sortiment. Kurz schauen und auf gings durch Seefeld durch Richtung Telfs. Kaum zu glauben, Bergfahren mit schönen Kurven, die Straße ist trocken, also genießen. Im Hotel angekommen freuten wir uns aufs Essen. Das möchte ich an dieser Stelle mal absolut löblich erwähnen, was Herbert uns jeden Abend hinzauberte. Grillteller, Riesenkordonblue und die Krönung war die Schlachplatte.
8 Juni Abreise, wir brauchen unseren besten Freund nicht mehr Und die Frauen und Kinder hatten es auch gut mit uns gemeint. Nach der liebevollen Begrüßung gabs Steaks und kühles Bier satt. Duschen und dann Public Viewing, Deutschland - Polen. 2 mal Poldi, es geht doch! Das war unsere Mehrtagestour 2008. Wir hoffen, ihr hattet beim Lesen genausoviel Spaß wie wir beim fahren. Ach ja, es sei noch angemerkt, dass die Leute beim langen Autobahnfahren auf komische Ideen kommen. Ali wollte uns alle mit einer Webcam ausstatten und unsere Fahrt live im Internet übertragen. Loreth wollte, nachdem er mal nicht müde war ;-) Formationen auf der Autobahn einüben lassen beim Überholen. Mal als Pfeil, als Kreis als Herz ...... Bis 2009 zur großen Tour oder den nächsten Bericht einer unserer Tagestouren |
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